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Börge fand berufliche Heimat in Hützemert

Drolshagen, 25.04.2007 00:00 Uhr (aleu )

19-Jähriger aus Calau geht bei Firma Heinrich Huhn in die Werkzeugmechanikerlehre

Hützemert. (aleu)
Vor etwa eineinhalb Jahren zog es den heute 19-jährigen Börge Reimann aus Calau in Brandenburg nach Hützemert. Seitdem absolviert er dort mit Begeisterung eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker bei der Firma Heinrich Huhn. Die Firma Huhn ist einer der führenden Hersteller von Metallformteilen und Baugruppen. Außerdem verfügt sie über ein eigenes Ausbildungszentrum.Bereits als Kind war es für Börge Reimann klar, dass er später etwas mit Metall machen möchte. Er tüftelte gerne mit seinem Vater rum, der den Beruf des Bauschlossers ausübt.
Nach Abschluss der 10. Klasse eines Gymnasiums belegte Reimann die Fachrichtung Technik im Oberstufenzentrum Lausitz. Sein Vater empfahl ihm, nicht in seine Fußstapfen zu treten, sondern Werkzeugmechaniker zu werden. Reimann informierte sich über verschiedene Ausbildungsberufe in der Metallbranche: "Schließlich sprach ich mit einer Cousine hier aus der Gegend", erinnert sich Börge. Der Mann seiner Cousine hatte seine Ausbildung in der Firma Heinrich Huhn in Hützemert abgeschlossen. Reimann informierte sich im Internet und war begeistert von der dort angebotenen "Top-Ausbildung".
Nach seiner Bewerbung reiste der damals 17-jährige Börge Reimann in Begleitung seiner Mutter in das 610 Kilometer entfernte Hützemert zum Einstellungstest. Von Dresden aus mit dem Flugzeug nach Köln, von dort mit der Bahn nach Gummersbach und schließlich mit dem Taxi zur Firma Heinrich Huhn. Die zweite Reise zum Vorstellungsgespräch folgte, diesmal allein. Ausbildungsleiter Klaus-Jürgen Clemens war begeistert von diesem großen Einsatz. "Der Eindruck war sehr positiv und der Test ebenfalls", blickt Clemens zurück. Mit Hilfe des Ausbildungsleiters fand Reimann rasch eine Wohnung in Bleche. "Ohne die Unterstützung meiner Eltern und des Betriebes wäre das alles nicht möglich gewesen", bekräftigt der junge Mann. Der 19-Jährige hat Freunde gefunden und es besteht ein großer Zusammenhalt der Azubis im Ausbildungszentrum. "Am Anfang bin ich oft nach Hause gefahren. Heute müssen meine Eltern zu mir kommen", lacht Reimann. "Sie sind froh, dass ich durchgehalten habe und mich wacker schlage", erklärt er weiter, obwohl es seinen Eltern schwer gefallen sei, ihn so weit weg von Zuhaus zu wissen.
Seine Chancen, nach Abschluss seiner Ausbildung in Hützemert zu bleiben, stehen gut. Im vergangenen Jahr legen zehn Azubis der Firma Huhn ihre Prüfung ab und alle wurden übernommen. "Die Ausbildung ist die Investition in unsere Zukunft", erklärt Alexander Huhn, einer der Geschäftsführenden Gesellschafter des Unternehmens. Deshalb besitzt diese bei der Firma Huhn mit durchschnittlich 25 Azubis in unterschiedlichen Berufen auch einen so hohen Stellenwert. Ebenso wird die Zusammenarbeit mit Schulen gesucht; neben Real- erhalten auch Hauptschüler die Chance auf einen Ausbildungsplatz.

 

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