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Edelstahlwerke profitieren vom Aufschwung

Siegen, 25.04.2007 00:00 Uhr (pp Helmumtauschaktion beim Bik)

Siegen. (pp)
Die Konjunktur brummt, die Industrieunternehmen allerorts melden eine gute Auftragslage, und auch der Arbeitsmarkt erholt sich. Mittendrin in diesem Boom: die Stahlbranche. Und mit ihr der Siegener Standort der Deutschen Edelstahlwerke. "Wir sind fit für die Zukunft", bestätigt Karl Haase, Vorsitzender der Geschäftsführung, im Gespräch mit dem SIEGERLANDKURIER . "Die Auftragslage in der Stahlbranche und damit auch bei uns ist seit Mitte des Jahres 2004 konstant und gut", so der Geschäftsführer des traditionsreichen Siegener Unternehmens. Seit 1846 gibt es im Siegerland unter verschiedensten Namen ein Stahlunternehmen, seit 2004, also praktisch mit Beginn des Aufschwunges, gehört das Werk zur Schmolz & Bickenbach AG, und seit Januar 2007 heißt es Deutsche Edelstahlwerke GmbH. Produktionsstandorte gibt es außerdem noch in Witten, Hagen und Krefeld.
Die Auslastung in der Branche bringe auch dem Siegener Unternehmen eine gute Ertragslage und volle Auftragsbücher wohl bis mindestens Ende des Jahres. "Die Rohstoff- und Energiepreise sind zwar gestiegen, aber durch die enorme Nachfrage konnten wir diese Preise an unsere Kunden weitergeben und so Gewinne erzielen. Die Wachstumszahlen der jüngeren Vergangenheit sind exzellent", freut sich Haase über die aktuelle Situation.
Dabei profitiert das Unternehmen vom Aufschwung der Automobil- und ihrer Zuliefererindustrie. 38 Prozent der Aufträge kommen aus diesem Sektor. "Den hohen Auftragseingang und die guten Zahlen in Produktion und Auslieferung haben wir sicher wesentlich dem Boom in diesem Wirtschaftssektor zu verdanken. Wann immer ein Auto gebaut wird, sind Produkte aus der Stahlbranche dafür nötig. Davon profitieren wir", so der Geschäftsführer.
Aber auch der Stahlhandel und der Maschinenbau verschaffte dem Unternehmen gute Wachstumszahlen. Im Bereich Maschinenbau ist vor allem die Energiebranche Abnehmer der Produkte der Deutschen Edelstahlwerke. "Wir liefern die nötigen Produkte für alle Aufgabengebiete, von der Exploration bis zur Verarbeitung. Vor allem unsere Spezialprodukte sind gefragte Artikel im Energiemarkt", erklärt Haase.
Der Boom in der Stahlbranche hat das Unternehmen fit gemacht für die Zukunft. Seit Beginn des Aufschwungs Mitte 2004 und dem Eintritt in die Deutsche Edelstahlwerke GmbH wurde kein einziger Arbeitsplatz abgebaut. Ganz im Gegenteil: im Gesamtverbund wurden 400 neue Arbeitnehmer eingestellt, viele davon auch in Siegen. Auch ihrer Verantwortung als Ausbildungsunternehmen wird die Firma gerecht. Die Azubi-Quote liegt bei sieben Prozent. "Die Ausbildung hoch qualifizierter Mitarbeiter ist unsere Firmenphilosophie. Das gilt nicht nur für unsere zahlreichen Azubis. Auch die Beschäftigten in den Betrieben werden ständig von uns fortgebildet", berichtet Haase über seine Herzensangelegenheit. Die Arbeit in der Edelstahlbranche habe sich in der jüngeren Vergangenheit enorm gewandelt. Die Produkte werden heutzutage unter Anwendung modernster Technik hergestellt, jeder Arbeitnehmer muss zumindest Grundkenntnisse am PC besitzen. Gerade in der Datentechnik gebe es einen fortlaufenden Prozess in der Entwicklung. "Dem tragen wir Rechnung, indem wir unsere Mitarbeiter intern ständig fortbilden und sie auf den neusten Stand bringen", so Haase. Doch nicht nur in die Arbeitnehmer werde investiert, sondern auch in die Infrastruktur. So werde die Produktivität auf Dauer gesichert und gesteigert. In der Vergangenheit gab es gerade für die Stahlbranche viele harte Jahre zu durchstehen, war dieser Wirtschaftssektor eher eine nachlassende, fast sterbende Industrie. Aus dieser Zeit müsse nun der Investitionsstau aufgelöst werden. Denn, "es ist ja klar, dass Unternehmen in schlechten Jahren primär versuchen zu überleben und nicht insolvent zu gehen. Da wurden Arbeiten, die nicht unbedingt notwendig waren, schon mal auf die lange Bank geschoben. Das holen wir jetzt nach. So machen wir uns fit für die Zukunft."

 

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