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Aktienmarkt schließt vor Zinsentscheidung in USA uneinheitlich

NRW, 11.12.2007 17:58 Uhr (ddp)

Frankfurt/Main (ddp.djn). Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag
uneinheitlich geschlossen. Der Leitindex DAX verlor 0,3 Prozent,
blieb mit 8009 Punkten aber über der Marke von 8000 Zählern. Der MDAX
verbilligte sich um 0,1 Prozent auf 10 039 Zähler. Lediglich der
TecDAX zeigte sich fester und ging mit plus 0,3 Prozent bei 996
Punkten aus dem Handel. Die unter den Erwartungen ausgefallenen
ZEW-Konjunkturerwartungen hätten etwas auf die Stimmung gedrückt,
sagten Händler. Zudem warteten die Anleger die Zinsentscheidung der
US-Notenbank am Abend ab.

Richtungslos tendierten die US-Börsen am Dienstag im frühen Handel vor der US-Zinsentscheidung. Der Dow-Jones-Index verlor bis gegen 17.45 Uhr MEZ 0,1 Prozent auf 13 709 Zähler. Der Nasdaq Composite legte dagegen um 0,1 Prozent auf 2721 Punkte zu. Händler sprachen von einem abwartenden Geschäft. Eine Zinssenkung gilt zwar als sicher, das Ausmaß ist aber umstritten. Die Mehrheit der Marktteilnehmer rechne mit 25 Basispunkten auf dann 4,25 Prozent, aber auch ein großer Schritt um 50 Basispunkte werde nicht völlig ausgeschlossen.

Der Euro rutschte am Dienstag zeitweise unter das Niveau von 1,47 Dollar. Gegen 17.45 Uhr MEZ notierte die Gemeinschaftswährung mit 1,4701 Dollar wieder leicht darüber. Eine Händlerin sprach von einem sehr ruhigen und abwartenden Geschäft. Die Bekanntgabe des schlechter
als erwartet ausgefallenen ZEW-Konjunkturbarometers habe nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Die Investoren warteten auf die Leitzinsentscheidung in den USA. Die EZB hatte am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,4672 Dollar festgestellt.

Im DAX verloren RWE nach einer negativen Analysteneinschätzung 2,8 Prozent auf 94,44 Euro. Commerzbank büßten 1,6 Prozent auf 27,61 Euro ein. Hypo Real Estate verbilligten sich um 1,5 Prozent auf 37,96
Euro. Zulegen konnten Volkswagen um 1,5 Prozent auf 158,44 Euro.

Ebenfalls 1,5 Prozent zogen SAP auf 36,48 Euro an. MAN führten mit 2,1 Prozent auf 113,40 Euro die Gewinnerliste im Börsenleitindex an.

Im MDAX gaben IKB 4,9 Prozent auf 7,98 Euro ab, nachdem laut einem Pressebericht Analysten weitere Probleme bei der wegen der US-Immobilienkrise in finanzielle Schieflage geratenen Bank erwarten.

Hannover Rück verloren 3,9 Prozent auf 32,39 Euro, Gagfah 2,9 Prozent auf 12,32 Euro. Deutlich zulegen konnten dagegen Norddeutsche Affinerie, die sich nach vorläufigen Ergebniszahlen 9,5 Prozent auf 26,03 Euro verteuerten. Wincor Nixdorf bestätigten ihre Prognose und zogen 3,3 Prozent auf 65,41 Euro an.

Im TecDAX lagen GPC Biotech mit einem Plus von 13,7 Prozent auf 3,58 Euro an der Spitze der Gewinner. Versatel legten 2,9 Prozent auf 21,65 Euro zu, nachdem das Unternehmen den Dresdner Stadtnetzbetreiber ddkom komplett übernimmt. Dagegen verloren Nordex 3,2 Prozent auf 35,17 Euro. IDS Scheer gaben 3,0 Prozent auf 15,51 Euro nach, Solon 1,7 Prozent auf 77,99 Euro.

 

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