NRW, 11.12.2007 17:39 Uhr (sor)
Düsseldorf. Die Europäische Kommission kommt der
deutschen Automobilindustrie im Streit über die Grenzwerte für den
Kohlendioxidausstoß der Fahrzeuge offenbar entgegen. Es zeichne sich
ab, dass es eine Regelung der Grenzwerte nach Gewichtsklassen geben
werde, sagte Daimler-Vorstand Thomas Weber dem «Handelsblatt»
(Mittwochausgabe) laut Vorabbericht.
Dabei würden «die Hersteller größerer Fahrzeuge eine
verhältnismäßig stärkere Reduzierung leisten als die von kleineren Autos». «Wir haben immer gesagt, wir wollen eine anspruchsvolle, aber faire Lösung», sagte Weber dem Blatt am Rande einer Jahrestagung der Automobilindustrie in Frankfurt am Main. Ein einheitlicher Grenzwert für alle Fahrzeugtypen hätte diesen Ansprüchen nicht genügt.
Die deutschen Hersteller haben sich damit in einer entscheidenden Frage bei der Ausgestaltung der geplanten neuen CO2-Grenzwerte offenbar grundsätzlich durchgesetzt. Strittig ist allerdings noch die Abstufung zwischen den Größenklassen.
Am 19. Dezember will Kommissionspräsident José Manuel Barroso endgültig die bereits mehrfach verschobene Verordnung vorlegen, wonach Neuwagen ab 2012 im Durchschnitt nur noch maximal 130 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen dürfen.
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