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Mehr Selbstständige im Ruhrgebiet

NRW, 11.12.2007 18:05 Uhr (ddp)

Bochum. Immer mehr Menschen im Ruhrgebiet wählen nach
Angaben der Industrie- und Handelskammern (IHK) den Weg in die
Selbstständigkeit. So sei seit Ende 2005 die Zahl der von den IHKs im
Ruhrgebiet betreuten Unternehmen um 13 600 auf rund 254 000
gestiegen, sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Bochum, Tillmann
Neinhaus, bei der Vorstellung des ersten «Gründerreports Ruhr» am
Dienstag. Die meisten Existenzgründungen habe es in der
Dienstleistungsbranche gegeben. Vor allem Ingenieurbüros,
Personalvermittlungsdienste, Werbeunternehmen und
Unternehmensberatungen lägen in der Gründerstatistik vorn.

Ein Großteil der Gründungsinteressierten wähle die
Selbstständigkeit jedoch «aus der Not heraus», hieß es weiter. Im vergangenen Jahr sei für fast zwei Drittel der Teilnehmer an
IHK-Gründungsberatungen die Arbeitslosigkeit das Hauptmotiv gewesen.

Nur ein Drittel habe sich selbstständig machen wollen, um eine
Geschäftsidee umzusetzen. In der ersten Jahreshälfte 2007
informierten sich rund 3000 Menschen bei den IHKs über eine
Existenzgründung. Rund ein Drittel von ihnen waren Frauen.

Im Ruhrgebiet liegt die Quote der Selbstständigen den Angaben
zufolge derzeit mit 8,7 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 11 Prozent. Die Entwicklungen der vergangenen Monate gebe allerdings «Anlass zur Hoffnung», hieß es bei der IHK Bochum. So habe sich in den ersten Monaten dieses Jahres die Zahl der Unternehmen um
6300 erhöht.

Um die Unternehmensgründungen weiter voranzutreiben, forderten die IHKs die Politik dazu auf, bürokratische Hürden abzubauen. Ein erster Schritt sei bereits durch die vom Wirtschaftsministerium initiierten Starterzentren gemacht. Dort erhalten Existenzgründer Gründungsberatung und Unterstützung bei den wichtigsten Formalitäten aus einer Hand. Bis zum Jahresende soll es 60 solcher Zentren in ganz
NRW geben.

 

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