NRW, 21.01.2008 09:48 Uhr (sor)
Berlin. Junge Unternehmer und Bundestagsabgeordnete von
CDU, CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen diskutierten
über Generationengerechtigkeit, Fachkräftemangel und
Arbeitsmarktreformen
Eine gelungene Premiere hatte am Donnerstag das BJU-Unternehmerparlament - ein neues Veranstaltungsformat des Verbandes "Die Jungen Unternehmer - BJU".
In Workshops erörterten die Teilnehmer mit jungen Bundestagsabgeordneten von CDU, CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen die Themen Generationengerechtigkeit, Fachkräftemangel und Arbeitsmarktreformen. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer, Markus Müller, sagte: "Dieser Tag war eine positive Fortsetzung unseres Dialogs mit jungen Bundestagsabgeordneten.
Unser Eindruck ist, dass die Politiker den Austausch mit jungen Unternehmern sehr schätzen und auch suchen."
Im ersten Workshop diskutierten der CDU-Abgeordnete Günter Krings und der finanzpolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion Gerhard Schick mit den jungen Unternehmern "Wege zu mehr Generationengerechtigkeit". Der zweite Workshop behandelte das Thema "Fachkräftemangel - Wachstums- und Beschäftigungsbremse?". Vertreter aus der Politik waren hier die Bundestagsabgeordneten Hartfrid Wolff von der FDP und Michael Kretschmer von der CDU. Im dritten Workshop ging es schließlich um die Frage, welche Arbeitsmarktreformen sowohl Arbeitssuchenden als auch Unternehmern wirklich nützen. Politische Gäste hier: Der CSU-Abgeordnete Stefan Müller und Kerstin Andreae, wirtschaftspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion
von Bündnis 90/Die Grünen.
Das Unternehmerparlament stieß sowohl bei Politikern als auch Verbandsmitgliedern auf eine positive Resonanz. FDP-MdB Hartfrid Wolff: "Ich finde diese Art Veranstaltung klasse. Durch
den Workshop-Charakter kann man viel stärker auf den einzelnen Diskussionspartner eingehen als sonst üblich. Die Diskussionskultur war sehr sachorientiert. Es wurde deutlich, dass alle Beteiligten an konstruktiven Lösungen arbeiten wollen. Die Politik steht in der Verantwortung, den Dialog mit Unternehmern zu führen. Das Unternehmertum ist für unsere Gesellschaft von elementarer Bedeutung." Der CSU-Abgeordnete Stefan Müller sagte: „Das BJU-Unternehmerparlament war eine spannende und interessante Veranstaltung. Junge Unternehmer und junge Politiker Zusammenzubringen ist eine gute Idee, um das Verständnis für die jeweilige Sicht des Anderen zu fördern. Das BJU-Unternehmerparlament regt auch dazu an, über die eigenen politischen Vorstellungen intensiver nachzudenken."
Positiv äußerte sich auch Kerstin Andreae, wirtschaftspolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion: "Die Veranstaltung bot einen interessanten Austausch - hart in der Sache, aber fair im Umgang. Ich habe viele wichtige Impulse erhalten, über die ich nachdenken werde. Ich hoffe aber auch, dass ich auf Unternehmerseite zum Überlegen meiner Argumente anregen konnte. Für uns Grüne ist der Kontakt zur Wirtschaft und dabei insbesondere auch der Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen wichtig. Ich gehe davon aus, dass wir im konstruktiven Austausch bleiben."
Markus Müller, stellvertretender Vorsitzender von "Die Jungen Unternehmer - BJU", betonte die Unmittelbarkeit des Austausches auf der Veranstaltung: "Das Unternehmerparlament bietet Politikern eine erstklassige Chance, direktes Feedback von jungen Unternehmern zu bekommen. Es schafft ein tieferes Verständnis für die Position der jeweils anderen Seite. Das ist ein gutes Signal für die Zukunft." Im Vorfeld der Workshops standen zwei spannende Vorträge auf dem Programm: Der Trendund Zukunftsforscher Matthias Horx berichtete über "Die Zukunftsgesellschaft - Wie wir leben werden".
Zum Thema "Deutschland 2020 - Ein Land wird selbständig" referierten Michael Kroheck und Helge Thomas vom Verein 20prozent e.V., der sich zum Ziel gesetzt hat, die Selbständigenquote in Deutschland bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent zu verdoppeln. Im Anschluss an die Workshops gab es noch ein Diskussionsforum, in dem das Verhältnis zwischen Unternehmern und Politik erörtert wurde.
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