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Branchenkompetenzen

NRW, 25.05.2010 11:20 Uhr (skr)

Hochsauerland. Start frei für die "Bran­chen­kom­pe­tenzen Südwest­fa­len". Das erste Projekt der Regio­nale 2013 wird umge­setzt. Dr. Jens Baganz, Staats­se­kretär im NRW-Minis­te­rium für Wirt­schaft, Mittel­stand und Energie, übergab den Förder­be­scheid in Höhe von 600.000 Euro an die Projekt­träger.

Mit dem Geld wird ein Projekt gestartet, von dem die Wirtschaft in Südwestfalen in den kommenden Monaten und Jahren unmittelbar profitiert.

Arbeitsplätze entstehen

Hinter dem sperrigen Namen "Branchenkompetenzen" verbirgt sich ein innovativer Ansatz. Südwestfalen besitzt erfolgreiche Unternehmen in vielen unterschiedlichen Branchen. In diesen sind bereits Netzwerke entstanden, mit deren Hilfe die Unternehmen zusammenarbeiten und Wissen austauschen. Nun werden diese Netzwerke verbunden, damit Unternehmen ganz gezielt kooperieren können. Bei der Fachkräftegewinnung oder der Entwicklung von Zukunftstechnologien können die "Branchenkompetenzen" so eine wichtige Hilfestellung leisten.

Was mit dem Fördergeld geschehen wird, wurde jetzt im Rahmen einer Festveranstaltung in der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn präsentiert.

Durch das Regionale-Projekt entstehen neue Arbeitsplätze. Zwei "Technologie- Scouts", die Diplom-Ingenieure Andreas Becker (Neuenrade) und Hans-Joachim Hagebölling (Meschede), kümmern sich künftig darum, technologische Problemstellungen und Bedürfnisse in Unternehmen zu ermitteln, um dann gezielt Lösungen zu erarbeiten.

Ein Beispiel: Ein Unternehmen möchte ein neues Produkt auf den Markt bringen, das komplexe Entwicklungsarbeit und moderne Technologie erfordert. Der Betrieb verfügt jedoch über keine eigene Forschungsabteilung. Die Technologie-Scouts können dann gezielt Verbindungen herstellen zu Experten in der Region: zu Instituten, Netzwerken oder Hochschulen.

Neue Absatzmärkte finden

In Workshops werden zudem drängende Fragestellungen angegangen: Wenn die Autos der Zukunft mit Elektroantrieb fahren, wie verändern sich dann die Anforderungen an die Automobil-Zulieferer der Region? Neue Absatzmärkte finden und erschließen wird der Marktlotse. Mit dieser Aufgabe ist der Betriebswirt Jürgen Scherf (Arnsberg) beauftragt, der langjährige Erfahrungen als Key-Account-Manager in der Automobil-Zulieferindustrie hat. Zudem wird die Raumplanerin Kirsten Staubach (Iserlohn) beschäftigt. Sie erarbeitet für Südwestfalen ein Konzept, wie dem drohenden Fachkräftemangel begegnet werden kann. Erste Eckpfeiler der Strategie sind bereits festgelegt: gezielte Ansprache von Hochschulabsolventen und eine Ausweitung der Partnerschaften zwischen Schulen und Betrieben.

Vier feste Mitarbeiter

Insgesamt werden durch die "Branchenkompetenzen" vier feste und freiberufliche Mitarbeiter beschäftigt.

Initiiert und entwickelt wurde das Projekt von den Wirtschaftsförderern der fünf südwestfälischen Kreise, den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern.

 

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