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Schieflage steht bevor

NRW, 25.05.2010 11:31 Uhr (skr)

Netphen. Wie wirkt sich die Finanz­krise bei den Unter­nehmen in der Stadt Netphen aus? Bürger­meister Paul Wagener infor­mierte sich jetzt vor Ort.

Im Rahmen seiner Unternehmerbesuche erörterte er diese Frage zusammen mit dem Stadtkoordinator Johannes Schneider beim Steuerberater und Diplom-Betriebswirt Rüdiger Stahl. In dessen Kanzlei in Deuz informierte der Berater die Stadtvertreter aus seiner praktischen Arbeit über die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen in der Keilerkommune. "Mir ist es wichtig, die Informationen kompetent aus erster Hand zu erfahren", so Bürgermeister Wagener.

Rüdiger Stahl: "In vielen Fällen gab es in den mittelständigen Betrieben eine wirtschaftliche "Delle" im Frühjahr und Sommer letzten Jahres. Ab Herbst florierten dann in einigen Unternehmen die Geschäfte oft besser als im Jahr 2008. Aber: Jetzt im Frühjahr 2010 ist die Kapitaldecke oft kleinerer Betriebe so stark aufgebraucht, dass eine wirtschaftliche Schieflage bevorsteht. Und: Bisher war ein Arbeitsplatzverlust nur in kleineren Unternehmen zu verzeichnen. Nunmehr aber zeichnet sich ein negativer Trend in größeren Einheiten ab."

Neben der Finanzkrise sowie den Auswirkungen der Eurokrise wurden weitere wichtige Fragen erörtert - so zum Beispiel die zukünftige Ausrichtung der Stadt Netphen. Ganz aktuell bot die Äußerung der IHK Siegen zur Gesamtaufstellung der Stadt Anlass, die bisherigen Aktivitäten für die heimischen Unternehmen hervorzuheben.

Zum Schluss war sich die Runde einig, dass ein weiterer Austausch zum Wohle der Betriebe in der Stadt Netphen unbedingt fortgesetzt werden soll.

 

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