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Deutsche am meisten um Staatshaushalt besorgt

NRW, 31.05.2010 14:37 Uhr (skr)

Kaum ein Tag vergeht, an dem man in den Nachrichten einmal nicht von neuen Firmenpleiten hört, oder von Staaten die nur durch internationale Hilfe vor dem Staatsbankrott bewahrt werden konnten. Bei den Hiobsbotschaften der letzten Jahre aus dem Bereich der Wirtschaft ist es eigentlich kein Wunder, das die Deutschen um ihre Zukunft, besonders in finanzieller Hinsicht, besorgt sind.

Man denke nur an Schlagworte wie Finanz- oder Bankenkrise, Massenarbeitslosigkeit, Staatspleiten, Kündigungswellen, Bankrott oder Griechenland-Pleite. Nach einer neuesten Umfrage fürchten die Deutschen daher verständlicherweise um den deutschen Staatshaushalt und damit im Endeffekt um ihre wirtschaftliche Existenz. Egal ob die Befragten zu den Superverdienern gehören oder als Aushilfe bei einem Sekretariatsservice jobben - der Umfrage zufolge haben die deutschen Bürger am meisten Angst vor einer nicht mehr bewältigbaren Staatsverschuldung: 75 Prozent der Befragten geben an, davor Angst oder gar große Angst zu haben. Dies sind immerhin 14 Prozent mehr als noch im letzten Jahr.

Die zweitgrößte Sorge der Befragten gilt nach den Staatschulden die Frage nach der Sicherheit der Renten: rund 60 Prozent der Befragten mache sich große Sorgen um die Zukunft des Rentensystems. Dies kommt einer Zunahme von drei Prozent gegenüber der Vorjahresumfrage gleich. An dritter Stelle kommt die Befürchtung, die Politiker seien mit der aktuellen Situation überfordert, treffen daher die falschen Entscheidungen und verschlimmern die Krise dadurch noch umso mehr. Am vierter Stelle rangiert die Sorge um den Nachwuchs – die befragten Eltern äußerten sich zu 58 Prozent besorgt um die Ausbildung ihres Nachwuchses. Gegenüber dem Vorjahr waren zwar in dieser Umfrage etwas weniger Eltern von der momentanen Ausbildungssituation in Deutschland besorgt, trotzdem sollten diese Zahlen den verantwortlichen Politikern zu denken geben.

Auf dem fünften Platz der größten Ängste der Deutschen landete die Frage nach der Sorge um die Umwelt, hier gaben 56 Prozent der befragten Umfrageteilnehmer an, sie machen sich große bis sehr große Sorgen. Die Furcht vor steigender Arbeitslosigkeit hat hingegen leicht abgenommen, 55 Prozent der Befragten machen sich demnach Sorgen vor steigender Arbeitslosigkeit, jedoch ist dieser Wert gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent gesunken. Um den eigenen Job hingegen fürchten bedeutend mehr Deutsche, die Angst ihren Job bald oder in naher Zukunft zu verlieren haben immerhin 23 Prozent der Befragten.

Die Angst vor einer Inflation hat ebenfalls zugenommen, rund 54 Prozent der befragten Personen haben Angst vor einer Inflation, beziehungsweise vor damit verbundenen Preisanstiegen und teureren Lebenserhaltungskosten. Für die Umfrage wurden 1000 Personen jeden Alters und aus allen Bevölkerungsschichten befragt, um einen möglichst breiten und originalgetreuen Querschnitt durch die Bevölkerung zu gewährleisten.

 

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