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Nicht die Entwicklungen verschlafen! Oder doch?

NRW, 30.06.2010 13:51 Uhr (skr)

Es geht im Gewerbe, wie im Kapitalismus allgemein, ja stets darum, den Anschluss zu behalten. Daher sollte man auch die Verschränkung von Mensch und Maschine nicht unterschätzen, die immer stärker fortschreitet.

Marktgesetze
Es ist ja ein kapitalistisches (man könnte auch sagen: marktwirtschaftliches, aber warum das Kind nicht beim Namen nennen?) Gesetz, dass man Dinge möglichst profitabel verkaufen muss. Das ist ein Grundsatz, der jedem bekannt sein sollte, der in irgendeiner Form ein Gewerbe betreibt. Zumindest, wenn er hoch hinaus will. Für die Menschheit ist es häufig besser, wenn jemand mehr auf dem Boden der Tatsachen bleibt, denn das fördert häufig die Qualität der Produkte.

Wobei: das ist nicht ganz korrekt – es erscheint nur in Tagen wie diesen so, da der Kapitalismus so schonungs- und hemmungslos auftritt, dass man schon dankbar ist, wenn ein Produkt nicht verschlimmbessert wird, sondern einfach seine Qualität beibehält. Meist läuft es ja doch so, dass die Produkte die größte Verbreitung erfahren, die es am wenigsten wert sind: natürlich haben die Unternehmen einen größeren Werbetat und vor allem eine größere Gewinnspanne, die skrupellos zu schändlichen Löhnen in Sweatshops der dritten Welt produzieren lassen. Und natürlich haben die Produkte die größte Reichweite, die ihren Charakter aufgeben, damit sich möglichst wenige Menschen an ihnen stören. Wie zum Beispiel die gängigen Fastfoodketten, deren Essen zwar niemand besonders findet, das aber auch kompromisslos auf den größtmöglichen Kompromiss setzt: das Essen schmeckt kaum jemandem nicht. Ähnlich ist es mit dem großen Bier aus Bremen, das sich weltweit gut verkauft, aber kaum noch eigenen Charakter besitzt.

Entweder – oder
Wer es also schaffen möchte auf dem Markt, sollte entweder auf Qualität setzen und damit entweder Kapital aus seinen Alleinstellungsmerkmalen schlagen (wie zum Beispiel Bionade), so lange es geht, oder aber auf noch höhere Qualität, nämlich solides, traditionelles Handwerk bieten anstelle von Wegwerfprodukten – denn man hat auch eine gesellschaftliche Verantwortung, und am Ende ist man gar unzufrieden, wenn das Ende naht und man feststellt, dass das Erbe, das das Lebenswerk der Nachwelt beschert, vollkommen wertlos und nur ein Mittel zum Erwirtschaften von Profit gewesen ist.

Das kann man natürlich machen, das ist sogar nicht grundsätzlich verboten, aber wer dies tut, hat den Zusammenbruch seines Geschäftes und einen tiefen Fall vollkommen verdient. Rein moralisch gesehen. Das soll aber nicht grundsätzlich dagegen sprechen, sich auf die neuesten Entwicklungen zu stürzen. Vieles dabei ist interessant und wird mit sicherheit in Zukunft enorm wichtig. Man denke nur an Navigationssysteme oder Smartphones. Häufig hilfreich für den Vertrieb ist ein Internetauftritt - zum Beispiel www.climbingframes.de oder aber auch diese Seite - aber das sollte mittlerweile jeder wissen.

 

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