
NRW, 17.10.2011 15:04 Uhr
Einer aktuellen Meldung zufolge geben die Deutschen unnötig Geld aus. Damit ist nicht ein ausgiebiger Shopping-Bummel gemeint, bei dem mal mehr gekauft wird, als eigentlich dafür übrig war, sondern regelmäßige Ausgaben, die die Deutschen Monat für Monat in zu große Höhe tätigen. Auch beim Geld verdienen hapert es, sei es durch zu niedrige Löhne oder durch zu zaghafte Investitionen am Finanzmarkt, die nur niedrige Renditen abwerfen.
Überversichert aber unterversorgt
Besonders für Versicherungen geben die Deutschen zu viel Geld aus. Die meisten Policen werden irgendwann einmal abgeschlossen und dann nie wieder in Frage gestellt. Doch wer braucht eigentlich eine Glasbruchversicherung, nur weil vor 15 Jahren der Sohnemann einmal die Scheibe des Nachbarn mit dem Fußball erledigt hat? Solche Fragen sollten sich die deutschen Verbraucher vielmehr stellen. Die monatlichen Kosten seien häufig unnötig in die Höhe getrieben, weil schon seit Jahren kein privater Finanzcheck mehr gemacht wurde. Mindestens einmal im Jahr ist es jedoch sinnvoll, seine Versicherungen und Verträge zu prüfen und besonders die laufenden Kosten einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Ist die Zusatzversicherung noch sinnvoll oder der Stromanbieter noch der günstig? Das Internet hilft bei der Überprüfung. Tarifrechner wie auf www.flexstrom.de lassen mit ein paar Mausklicks erkennen, ob man zu viel bezahlt oder ob man den optimalen Tarif und Versorger bereits gefunden hat. Auch für Versicherungen gibt es vergleichbare Rechner, allerdings sind nicht die Kosten für die Policen ausschlaggebend, sondern zunächst die Frage danach, ob die Versicherung überhaupt gebraucht wird. Ob allein oder mit Hilfe eines Fachmanns sollte man hier genau prüfen, auf welche Versicherungen man verzichten kann, um das Geld für andere Dinge übrig zu haben.
Zu bescheiden
Was Investitionen und Verdienste angeht, sind die Deutschen anscheinend zu bescheiden. Nur jeder zehnte hat im letzten Jahr eine Gehaltsangleichung gefordert oder hat das noch in diesem Jahr vor. Auch Selbstständige verlangen oft eher zu geringe als zu hohe Vergütungen für ihre Dienste und lassen sich gute Arbeit nicht immer gut bezahlen. Der Investitionsmut ist seit der Finanzkrise stetig gesunken. Die meisten verlassen sich auf stabile, jedoch renditearme Anlageformen und sind zu höheren Risiken kaum noch bereit. Auf diese Weise kommt die Vorsorge oft zu kurz. Zu wenig Liquidität am Monatsende lässt wenig Raum für verschiedene Investitionsformen und so wird das wenige, das übrig bleibt, lieber auf ein sicheres Pferd gesetzt. Eine Überprüfung der eigenen Haushaltslage kann diesen Kreis, aus falscher Großzügigkeit und Bescheidenheit gleichermaßen, durchbrechen helfen. Wagen Sie den Finanzcheck!
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