
NRW, 10.11.2011 14:07 Uhr
In der Nacht vom vergangenen Samstag zu Sonntag war es wieder einmal soweit: Die Uhren wurden von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Viele Menschen müssen sich nun erst wieder an den neuen Rhythmus gewöhnen und haben bei der Umgewöhnung tagelang mit Problemen wie Schlafstörungen oder Müdigkeit zu kämpfen. Ob die Umstellung der Zeit überhaupt noch sinnvoll ist, wird bei jeder Zeitumstellung erneut kontrovers diskutiert. Als erstes Land entschied sich nun Russland dazu, die Uhren nicht weiter vor-und zurückzustellen. Dort wird von nun an also die Sommerzeit das ganze Jahr über beibehalten.
Grundsätzliches zur Zeitumstellung
Ursprünglich wurde die Zeitumstellung im Jahr 1980 eingeführt, um eine bessere Nutzung des Tageslichts zu gewährleisten und damit Energie zu sparen. Immer am letzten Sonntag des Märzes und Oktobers wird in der gesamten EU die Zeit um eine Stunde vor- bzw. zurückgestellt. So wurde am vergangenen Wochenende wieder aus der Sommer- die Winterzeit. Bereits Tage vorher weisen Zeitungen und Nachrichtensendungen auf die bevorstehende Umstellung hin, da diese gern einmal vergessen wird. Aus diesem Grund ist es ratsam, die neue Uhrzeit schon am Abend vor der Umstellung einzustellen. In der Tat ist das Vor- oder Zurückdrehen aller sich im Haus befindlichen Uhren manchmal lästig. Lediglich solche Uhren, die ein Funksignal empfangen, stellen automatisch die korrekte Zeit ein. Auch manche Armbanduhren sind mit dieser praktischen Technik ausgestattet. Solche Modelle sind beispielsweise bei otto erhältlich. Das Funksignal wird übrigens von den in Braunschweig stehenden Atomuhren ausgehend über einen Langschwellensender weitergeleitet.
Folgen für den Biorhythmus
Die Umstellung der Zeit geht jedoch nicht an jedem Menschen spurlos vorüber. Schließlich tritt selbst durch die nur einstündige Umstellung eine Art "Mini-Jetlag" auf. Insbesondere wer einen bestimmten Schlaf-Wach-Rhythmus verfolgt und daher zu bestimmten Uhrzeiten schlafen geht bzw. aufsteht, hat unter Umständen besonders stark mit der Zeitumstellung zu kämpfen. Somit haben Berufstätige oder aber besonders empfindliche Personen Schwierigkeiten dabei, sich an die neue Zeit anzupassen. Jene Anpassungsphase kann sogar bis zu 10 Tage dauern, wobei den meisten Personen die Umstellung auf die Winterzeit wesentlich leichter fällt. Betroffene haben während der Anpassungsphase zum Beispiel Ein- und Durchschlafstörungen und müssen häufig mit Problemen wie Verdauungsstörungen, Gereiztheit oder Konzentrationsstörungen kämpfen. Kleinkinder, die sich gerade erst an einen halbwegs stabilen Schlafrhythmus gewöhnt haben, sind von der Zeitumstellung besonders betroffen und reagieren daher äußerst sensibel auf diese. Mediziner raten Kindern sowie auch Erwachsenen, sich in der Übergangszeit möglichst viel zu bewegen. Ebenso wird empfohlen, trotz Zeitumstellung auf seine innere Uhr zu hören und nicht krampfhaft länger zu schlafen.
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