NRW, 02.01.2008 08:00 Uhr (sor)
Thermographie- oder Wärmebild-Aufnahmen decken die energetischen Schwachstellen einer Gebäudehülle auf. Mit Hilfe einer speziellen „Infrarot-Kamera“ werden Wärmebilder erstellt, die aufzeigen, an welchen Stellen des Gebäudes die meiste Wärme verloren geht.
Die Temperaturen auf der Gebäudeoberfläche werden mit der Kamera gemessen und Temperaturunterschiede dargestellt.
Um aussagefähige Aufnahmen machen zu können, muss ein Temperaturunterschied zwischen innen und außen von mindestens 10°C vorherrschen. Daher werden die Aufnahmen meist zur kalten Jahreszeit vorgenommen. Ideale Bedingungen liegen bei trockenen Winternächten oder bedeckten Tagen vor. Um ein aussagefähiges und detailliertes Thermografiebild zu erhalten, sollte der Kunde bei seinen Aufträgen darauf achten, dass eine Kameratechnik eingesetzt wird mit einer Auflösung von mindestens 300 x 200 Pixeln und einer thermischen Empfindlichkeit kleiner 0,08°C.
Sonderaktionen zu Thermographie
In den kommenden Monaten werden wieder viele Kommunen, Energieversorger oder Handwerksorganisationen Thermographie-Sonderaktionen angebieten. Diese sind gekennzeichnet durch Reihenmessungen, bei denen eine Vielzahl von Gebäuden aufgenommen wird. Die Thermographen können kostengünstiger arbeiten, da sie mehrere Häuser hintereinander aufnehmen. Meist können sie keine genaue Terminabsprache mit den Gebäudeeigentümern vornehmen. In der Regel wird hier eine grobe Einschätzung des Gebäudes abgegeben und kein umfassender Auswertungsbericht erstellt.
Die Angebote sind insofern nicht vergleichbar mit einem Einzelauftrag und Gutachten zur Thermographie, können aber einen ersten Einstieg in das Thema Gebäudesanierung bieten.
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