
NRW, 27.07.2010 15:50 Uhr
Auf kurz oder lang muss sich jeder einmal Gedanken darüber machen, wie seine Eltern oder er selbst im hohen Alter wohnen und leben wird. Die demographische Entwicklung in Deutschland lässt verraten, dass in 40 Jahren jeder dritte Deutsche älter als 60 Jahre sein wird. Das stellt neue Herausforderungen nicht nur an die Pflegetechnik und das Pflegepersonal, sondern ebenso an den Hausbau wie den altersgerechten Immobilienmarkt.
Wer sich noch nie Gedanken darüber gemacht hat, wie es in ein paar Jahrzehnten in Deutschland aussehen wird, hat etwas nicht mitbekommen. Schon jetzt steckt der Staat Millionen in die Fort- und Weiterbildung von Pflegepersonal, in die Investition von Wohnanlagen für ältere Menschen und in vorbereitende Maßnahmen auf das „veraltete Deutschland“ in rund 40 Jahren. Um sich zugleich finanziell abzusichern und eine Investition für das Alter zu tätigen, kaufen derzeit viele Bundesbürger Immobilien im Bereich des behinderten- und altersgerechten Wohnens. Darunter sind jene Wohnanlagen zu verstehen, die rein architektonisch auf die Fortbewegung mit Gehhilfen und Rollstühlen sowie großzügige Räume ausgerichtet sind und sich standörtlich in der Nähe oder einem Komplex mit Pflegepersonal, Apotheken, Einkaufsmöglichkeiten und Ärzten befinden. So kann einem später einmal an nichts mehr mangeln und man kann schon jetzt – solange man noch fit, agil und gesund ist – die notwendigen Voraussetzungen dafür schaffen.
Aber auch am eigenen Heim kann man im Nachhinein noch Maßnahmen ergreifen, um die Immobilie auf die eingeschränkte Mobilität und die Hifsbedürftigkeit im hohen Alter zu rüsten. Dazu haben wir die relevantesten Faktoren für eine altersgerechte und barrierefreie Wohnung zusammengestellt:
Erreichbarkeit:
Die Wohnung sollte über einen Aufzug oder einen Plattformlift zu erreichen sein, wenn sie nicht ohnehin ebenerdig gelegen ist.
Wohnfläche:
Die Wohnfläche sollte dabei weder zu groß noch zu klein sein. Es ist wichtig, dass sie ausreichend Platz für Ihr Hab und Gut haben und sich problemlos – eventuell auch mit Gehhilfen oder einem Rollstuhl – frei bewegen können, allerdings auch nicht zu viel Wohnfläche haben. Was Sie brauchen ist ein ruhiger Schlafraum, eine geräumige Küche wie einen geräumigen Wohnraum und ein ausreichend großes Bad mit angepassten sanitären Einrichtungen. Die Räume selbst sollten unabhängig von ihrer Größe möglichst nicht zu eng oder zu verwinkelt sein.
Fenster und Helligkeit:
Bei der Fensterhöhe sollte man darauf achten, dass sie auch in Sitzhöhe den Ausblick nach draußen gewähren und sich leicht öffnen sowie schließen lassen. Ebenso sollten Elemente wie Lichtschalter und Türgriffe auch von der Sitzposition aus (eventuelle Fortbewegung im Rollstuhl) gut erreichbar sein.
Frische Luft und Wohnraum im Freien:
Als älterer Mensch freut man sich wahrscheinlich noch einmal mehr als jetzt, an der frischen Luft zu sein und sich unter erschwerten gesundheitlichen Bedingungen an der Natur erfreuen zu können. Balkonschwellen sollten deswegen abgebaut werden oder durch Rampen leicht zu überwinden sein. Die Tür zum Balkon oder zum ebenerdigen Garten sollten dabei mindestens 80 Zentimeter breit sein, damit man bei Bedarf mit einem Rollstuhl hindurch passt.
* Bitte halten Sie sich an die Netikette und vermeiden persönliche Anschuldigungen, Beleidigungen und Ähnliches. Verbreiten Sie außerdem keine Unwahrheiten, Vermutungen, Gerüchte sowie rufschädigende oder firmeninterne Informationen. Beachten Sie die Rechte Anderer und urheberrechlich geschützter Quellen. Bei rechtlichen Verstößen haften Sie in vollem Umfang. Aus diesem Grund sind wir gezwungen, Ihre IP-Adresse und Ihren Provider zu speichern. Mit dem Speichern Ihres Kommentars erklären Sie sich mit diesen Regelungen einverstanden.
- Regionales Gewerbe von A-Z.