
NRW, 11.10.2011 16:25 Uhr
Heute kennt es wahrscheinlich kaum noch jemand, denn längst haben Fernsehsender darauf umgestellt, nach offiziellem Sendeschluss Wiederholungen des Tagesprogramms zu zeigen. Das bunte Testbild nach dem Sendeschluss, der meist mit dem Spielen der Europa-oder der Nationalhymne eingeläutet wurde, sieht man fast gar nicht mehr. Dennoch gibt es noch den gefühlten Sendeschluss, dann nämlich, wenn die Sendungen einem verdächtig bekannt vorkommen, weil man sie schon tagsüber oder gar letzte Woche gesehen hat. Egal ob aus der Region oder international, Neuigkeiten, Nachrichten und Meldungen bekommt man nun rund um die Uhr im Internet.
Eigene Schwerpunkte setzen
Wer sich eine Nachrichtensendung anschaut, muss sich mit der dort präsentierten Auswahl an Themen und Schwerpunkten zufriedengeben. Auch die Reihenfolge scheint nicht immer einem System zu folgen und so kann es immer passieren, dass man genau den Abschnitt verpasst, den man unbedingt sehen wollte. Dabei wollte man vielleicht gerade über diese Nachricht, deren letzten Bilder eines Beitrags noch gerade über den Bildschirm flimmern, mehr erfahren. Nur weil man mal kurz den Raum verlassen hat, muss man dann gerade bei Nachrichten mindestens eine geschlagene Stunde warten, bis man wieder die Sendung sehen kann. Wer aber sofort die wichtigsten Neuigkeiten in der Wirtschaft erfahren will, politische Entwicklungen topaktuell verfolgen möchte oder wissen will, was in der Region los ist, der kann jetzt auch im Internet die Sendungen zu jeder Zeit noch mal abrufen und sich genau die weiterführenden Videos zum Thema anschauen, die ihn interessieren. Die restliche Sendung kann man komfortabel "vorspulen" oder direkt zielgerichtet das Video zum gewünschten Beitrag ansehen. So kann man auch am späten Abend noch Wiederholungen schauen - und zwar in der Reihenfolge, die man selbst wählt.
Chancen für regionale Sender
Da Sendeplätze im Fernsehen teuer sind, können sich viele kleine und unabhängige Sender oder Sender mit außergewöhnlichen Themen abseits des Mainstream im Internet günstig einen virtuellen Sendeplatz sichern. Videoplattformen versehen den Dienst als Sendestation, doch auch die Einbettung eines Videostreams auf einer eigenen Homepage ist möglich. Für den Verbraucher bedeutet das eine größere Auswahl und Sendevielfalt, allerdings kann es mühselig sein, die richtigen Sender zu finden. Denn eine Programmzeitschrift für alle existierenden Videokanäle gibt es leider nicht, das würde jeden Rahmen sprengen. Dennoch kann man sich gerade bei regionalen Angeboten gut im Internet informieren, welche Sender sich lohnen und welche auch regionale Programme senden.
Sein eigener Sendedirektor sein
Wer das sogenannte Video on Demand, kurz VoD, im Internet nutzt, hat die Möglichkeit, sich sein ganz eigenes Programm zusammenzustellen. Mittels Lesezeichen oder Favoritenliste kann man sogar die gewünschten Sendungen kombinieren und hintereinander auflisten, sodass man fast so etwas wie sein eigener Sendedirektor wird. Ergänzt wird das Angebot von Nachrichtensendungen, Videobeiträgen und Neuigkeiten in der Wirtschaft und Politik durch ein immer breiteres Angebot an Filmen. Meist sind es noch die eigenen Verfilmungen des Abendprogramms, die auf den VoD-Plattformen und Mediatheken zur Verfügung gestellt werden, aber inzwischen haben viele Sender auch Lizenzen für Hollywoodproduktionen.
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