
NRW, 15.07.2011 16:35 Uhr
Funktionale Sicherheit ist nicht nur für große Industrieunternehmen ein wichtiges Thema. Auch viele mittelständische Unternehmen können von Fortbildungen in diesem Bereich profitieren. Wer auf Maßnahmen und Schulungen im Bereich funktionale Sicherheit verzichtet, der nimmt Risiken für Umwelt, Personen und Sachwerte in Kauf.
Mitarbeiter fortbilden
Für Unternehmer und Angestellte lohnt es sich häufig, eine Funktionale Sicherheit Schulung zu besuchen und sich so über das Thema zu informieren. Auf Basis dieser Schulung können dann Überlegungen für das eigene Unternehmen aufgestellt werden, um auch hier das Konzept Funktionale Sicherheit anzuwenden. Da das Spektrum dieses Themas sehr breit gefächert ist und da in vielen Branchen unterschiedliche Anforderungen bestehen, gibt es häufig Schulungen für verschiedene, spezifische Anwendungsgebiete. Die Funktionale Sicherheit in den einzelnen Gebieten wird durch verschiedene Normen geregelt, die in der Regel ebenfalls behandelt werden. Es gibt zum Beispiel Kurse zur Maschinensicherheit, zur Automotiven Sicherheit oder zur Sicherheit in der Land- und Forstwirtschaft.
Ein komplexes Thema
Die Funktionale Sicherheit ist Teil der Gesamtsicherheit eines Systems. Diese sorgt dafür, dass Maschinen und Anlagen bei Fehlfunktionen oder anderen Problemen keine Gefahr für Umwelt, Menschen oder Sachwerte darstellen. Um die Risiken in einem Betrieb oder an einer bestimmten Anlage zu ermitteln, muss eine Risikoanalyse durchgeführt werden. Aus den Ergebnissen dieser Analyse werden Schritte eingeleitet, um Fehler zu erkennen und frühzeitig zu vermeiden, beziehungsweise im schlimmsten Fall angemessen auf sie reagieren und sie beherrschen zu können. Die Systeme müssen so ausgelegt sein, dass sie auch unter definierten Fehlerbedingungen und mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit noch funktionieren.
Die Funktionale Sicherheit hängt von verschiedenen, sicherheitsbezogenen Systemen ab. Solch ein System kann aus mehreren Komponenten bestehen und umfasst alles, was zur Ausführung einer Sicherheitsfunktion notwendig ist. Eine Sicherheitsfunktion ist die kleinste Einheit der Funktionalen Sicherheit, zum Beispiel eine Überlastungsanzeige eines Krans oder ein Gaswarnsystem. Die Ausführung der Sicherheitsfunktionen kann von verschiedenen Faktoren abhängen. Hierzu zählen wie oben genannt Hardware in Form von Sensoren, Softwarekomponenten, aber auch der menschliche Faktor, also die Angestellten. Nur wenn diese Komponenten alle korrekt arbeiten und auch in geplanter Form zusammenwirken, wirkt die Sicherheitsfunktion wie geplant.
Funktionale Sicherheit kann nur erreicht werden, wenn alle Sicherheitsfunktionen ihren geforderten Grad der Erfüllung erreichen. Das Ausfallrisiko der einzelnen Sicherheitsfunktionen wird in vier Kategorien gemessen. Ist das Risiko eines Ausfalls hoch, so müssen bei dieser Sicherheitsfunktion die Maßnahmen zur Risikoreduktion besonders gründlich durchgeführt werden. Nur wenn die Risiken richtig bewertet und die notwendigen Schlüsse daraus gezogen und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden, kann die Funktionale Sicherheit in Unternehmen gewährleistet werden.
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