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Siegerland: Siegen

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Kreis Olpe hatte bei Bruttowertschöpfung die Nase vorn

NRW, 31.07.2008 10:18 Uhr

Siegen / Olpe. In den Jahren 1985 bis 2005 stand der Kreis Olpe wirt­schaft­lich ganz oben in NRW. In dieser Zeit stieg laut Indus­trie-und Handels­kammer Siegen (IHK) die Brut­to­wert­schöp­fung (BWS) um 33 Prozent, in Zahlen: von 2,7 auf 3,5 Milli­arden Euro. Damit liegt Olpe an zweiter Stelle aller Kreise und kreis­freien Städte in Nord­rhein-West­falen. Ledig­lich in Neuss wurde das BWS-Ergebnis noch über­troffen. Unter Brut­to­wert­schöp­fung versteht man alle herge­stellten Produkte und Dienst­leis­tungen, abzüg­lich der Vorleis­tungen wie Rohstoffe oder zuge­lie­ferte Mate­ria­lien.

Im gleichen Zeitraum stieg die BWS im Kreis Siegen-Wittgenstein „nur“ um 16 Prozent. Das war Rang 32 in NRW. IHK-Hauptgeschäftsführer Franz J. Mockenhaupt: „In Siegen-Wittgenstein gab es in der Vergangenheit Industriebereiche, wie zum Beispiel die Stahlindustrie, deren Strukturprobleme sich negativ auf die Wertschöpfung auswirkten. Die notwendigen Anpassungsprozesse haben diese Betriebe inzwischen erfolgreich gemeistert. Die Umsatzdaten der Industrie ab 2005 zeigen dies deutlich an.“

Der Kreis Olpe ist mit diesem Ergebnis für die Zeit von 1995 bis 2005 auch im Regierungsbezirk Arnsberg Spitzenreiter, gefolgt von Unna (22 Prozent) und Dortmund (20 Prozent). Schlusslichter bilden die Städte Hagen (9 Prozent), Bochum (5 Prozent) und Herne (- 4 Prozent). „Insgesamt unterstreichen die Zahlen die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in der Region – vor allem im Kreis Olpe. Grundlage des Erfolges sind die mittelständisch geprägten Industrieunternehmen der Region“, so Mockenhaupt. Besonders erfolgreich seien im Südsauerland zum Beispiel die Automobilzulieferer. „Die Hälfte der Beschäftigten arbeitet im Kreis Olpe im Verarbeitenden Gewerbe. Im gesamten Produzierenden Gewerbe – zuzüglich dem Bergbau, der Energiewirtschaft und dem Baugewerbe – sind es sogar 56 Prozent.“

 

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