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Kreis Olpe: Kirchhundem

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Nie den Mut verlieren: Verein kämpft für Bad

Kirchhundem, 25.04.2007 Uhr

25 Jahre lang 150.000 Euro von der Gemeinde

Oberhundem. (dd)
"Auch in schwierigen Zeiten nie den Mut verlieren!" Nach diesem Motto handelt der Verein "Bad am Rothaarsteig eV", der sich im Jahr 2003 gegründet hat mit dem Ziel, das einzige öffentliche Hallenbad der Gemeinde Kirchhundem in Oberhundem zu erhalten. Nach 35 Jahren war das Bad so marode, dass es nicht mehr weiter betrieben werden konnte. Ein Abriss drohte und ein neues Bad war in Kirchhundem im Gespräch. Jetzt zeigte sich das Durchsetzungsvermögen des Vorstandes, der den Rat der Gemeinde mit einem bis ins kleinste Detail durchgearbeiteten Konzept überzeugen konnte. Der dreijährige Kampf um den Erhalt des Gemeindebades im Luftkurort Oberhundem war gewonnen. In der entscheidenden Sitzung stimmte der Rat mit 15:10 Stimmen für das Bad. Auf die Dauer von 25 Jahren wird der Verein "Bad am Rothaarsteig" jährlich 150.000 Euro für die Renovierung und den Betrieb des Bades von der Gemeinde erhalten. Die Baukosten werden jährlich ca. 100.000 Euro des Gemeindezuschusses betragen, so dass zukünftig nur noch knapp 50.000 Euro pro Jahr als Betriebskostenzuschuss zur Verfügung stehen. Zum Vergleich: In den Jahren 2002 bis 2004 lag der jährliche Zuschussbedarf im Durchschnitt bei 143.000 Euro.
Mit Hilfe dieses knapp bemessenen Zuschusses renoviert und betreibt der Verein, gemeinsam mit der DLRG Ortsgruppe Oberhundem das Bad für die nächsten 25 Jahre, in dieser Konstellation wohl einmalig im Land Nordrhein-Westfalen. Damit sind für das nächste Vierteljahrhundert Schulschwimmen, DLRG-Ausbildung und Bademöglichkeiten für Einheimische wie auch Besucher gewährleistet. Mitte März haben die grundlegenden Renovierungsarbeiten begonnen. Nach der vollkommenen Entkernung gleicht das Gebäude einem Rohbau. Im Laufe der nächsten Monate werden Gebäude, Bad und Technik neu aufgebaut, sowie ein großzügig gestalteter Wellness-Bereich mit mehreren Saunen, Snackbar und Massageräumen hinzugefügt. "Am Ende steht dann ein "neues" Bad, das von Technik und Dämmung den gleichen Ansprüchen genügt wie ein Neubau", verspricht der Vorsitzende des Trägervereins Paul-Werner Kleffmann. Die Gemeinde Kirchhundem wird dann um eine echte Attraktion reicher sein und das nur mit gerade mal 1,6 Millionen Euro Baukosten, nur etwa ein Drittel der Kosten, die der Abriss des Bades und ein Neubau an anderer Stelle gekostet hätten. Möglich geworden ist das ganze Projekt durch eine Kooperation zwischen Gemeinde Kirchhundem und Ehrenamt, der Verein "Bad am Rothaarsteig eV" und der DLRG Oberhundem. Ein Beispiel, das in Zeiten leerer Kassen Schule machen könnte. Die Neueröffnung ist für Ende Januar/Anfang Februar des kommenden Jahres geplant. Dann hat auch die DLRG wieder ein "Zuhause". Ohne das neue Bad in Oberhundem hätte es keine Zukunft für die Lebensretter gegeben. Der Verein mit über 300 Mitgliedern, vorwiegend Kinder und Jugendliche, hätte sich auflösen müssen.
Der geringe Zuschuss stellt für den Trägerverein eine finanziell "harte Nuss" dar. Daher bittet der Verein um die Unterstützung aus der Bevölkerung. "Wir hoffen, dass sich noch viele Bürger unserem Verein als Mitglieder anschließen oder aber durch großzügige Spenden nicht nur die Renovierung, sondern auch der dauerhafte Betrieb des Bades gewährleistet wird", freut sich Paul-Werner Kleffmann auf eine positive Resonanz aus der Bevölkerung

 

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